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Sa 31. Juli 2010
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Liebe Unterzeichnerinnenund Unterzeichner der Kampagne „Bomben nein - Wir gehen rein“, nach dem großen Erfolg der Bewegung für eine freie Heide möchten wir uns mit einem abschließenden Brief der Kampagne an Sie und Euch wenden. Abschließend deshalb, weil die Kampagne beendet ist: Am 9. Juli hat Bundesverteidigungs¬minister Jung in einer Pressekonferenz den Verzicht auf einen Luft-Boden-Schießplatz erklärt. Damit ist das Ziel unserer Kampagne erreicht. Mit allen, die durch Protestwanderungen, Briefe und Unterschriftensammlungen, Lobbyarbeit, juristische Arbeit, kreative Aktionen und Zivilen Ungehorsam zu diesem Erfolg beigetragen haben, können wir uns freuen und auch stolz sein auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Welchen Anteil die „Kampagne Bomben nein – Wir gehen rein“ an diesem Erfolg hatte, lässt sich nicht eindeutig nachweisen. Wir meinen: Die Ankündigung, dass Tausende Zivilen Ungehorsam leisten würden, wenn alle anderen Mittel gescheitert sind, dürfte die Entscheidung der Bundesregierung erheblich mit beeinflusst haben. Sie konnte sich ausrechnen: Wenn die Bundeswehr tatsächlich einmal zu üben beginnt, dann wird der Widerstand nicht aufhören, sondern eine neue Qualität erreichen. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder gesagt: Wir hoffen, dass wir nie diesen massenhaften Zivilen Ungehorsam leisten müssen, sondern dass die Ankündigung reicht, um den Militärs den Appetit auf unsere Heide zu verderben. So ist es nun gekommen. Doch noch ist es nicht Zeit, sich gemütlich zurückzulegen und die freie Heide zu genießen. Die Menschen in der Region rund ums Bombodrom leiden ganz erheblich unter dem Lärm von Tiefflügen – denn die hat die Bundeswehr nicht aufgegeben. Für den Verzicht auf den Luft-Boden-Schießplatz haben wir nur das Wort eines vermutlich scheidenden Ministers, es gibt darüber keinen rechtsverbindlichen Verwaltungsakt. Noch ist der Platz im Besitz der Bundeswehr. Aus dem Verteidigungsministerium verlautet, es werde gerade geprüft, ob er anderweitig militärisch genutzt werden soll. Sollte dies eintreten, so würden wir Sie gerne wieder anschreiben, um je nach Sachlage entweder zu Beratungen einzuladen oder zu einer neuen Kampagne aufzurufen. Wir möchten deshalb den Schatz, den die Adressen der Kampagnen-UnterzeichnerInnen darstellen, vorläufig gut hüten, um ihn bei Bedarf noch einmal nutzen zu können. Selbstverständlich streichen wir Ihre Adresse, wenn Sie uns mitteilen, dass Sie nicht mehr angeschrieben werden möchten. Auch diejenigen, die gerne über mögliche Folgekampagnen informiert werden möchten, bitten wir um eine Rückmeldung: Wir haben bisher überwiegend Postadressen, was die Kommuni¬kation aufwändig und teuer macht. Wir möchten Sie bitten, uns für den Fall der Fälle – falls vorhanden – Ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen. So könnten wir Sie schnell erreichen, wenn es nötig wird. Für diejenigen unter Ihnen, die sich nach dem Erfolg in der Heide jetzt auch an anderen Kampagnen gegen Truppenübungsplätze, für Frieden und Abrüstung beteiligen möchten, legen wir ein Infoblatt mit Adressen und Beschreibungen verschiedener Handlungsmöglich¬keiten bei. Noch ein paar Worte dazu, wer Ihnen hier schreibt: Die Kampagne „Bomben nein – Wir gehen rein“ wurde 2004 während der Sommeraktionstage ins Leben gerufen. Damals waren viele Menschen aus der FREIen HEIDe und anderen Initiativen aus der Region und darüber hinaus beteiligt. Die „Freie Heide Gruppe Neuruppin-Berlin“ übernahm die Koordination der Kampagne. Im Jahr 2007 gab es einen Disput um den Namen dieser Gruppe, da sie zur Besiedelung des Bombodroms aufrief und hierbei in der Öffentlichkeit teilweise mit der Bürgerinitiative FREIe HEIDe verwechselt wurde. Während früher beide Gruppen sehr eng miteinander verbunden waren, entwickelten sie sich im Laufe der Jahre auseinander. Ebenfalls 2007 bekundeten einige Menschen aus der Region, die weder aus Neuruppin noch aus Berlin waren, Ihr Interesse an einer Mitarbeit in der Gruppe. So wurde aus der „Freie Heide Gruppe Neuruppin-Berlin“ die „Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide“. Diese Initiative „erbte“ daher auch die Koordination der Kampagne. Deshalb ist es die „Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide“, die Ihnen nun diesen Brief schreibt und Ihre Antworten entgegen nimmt. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie im Internet unter www.friedensinitiative-kyritz-ruppiner-heide.de. Dort sind auch die Termine der Arbeitstreffen veröffentlicht, zu denen Sie herzlich willkommen sind. Wir grüßen Sie und Euch ganz herzlich. Eckehard Häßler (Sprecher) für die Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide Wir bitten Sie bzw. Euch um möglichst viele Rückmeldungen, damit wir für den Fall der Fälle gewappnet sind: - Name - Vorname - Straße - PLZ/Ort - Ich möchte informiert werden, wenn über eine neue Kampagne gegen militärische Nutzungspläne für die Kyritz-Ruppiner Heide nachgedacht wird. - Meine Adresse hat sich geändert. - Ich möchte keine Post mehr in dieser Sache. Bitte streichen Sie mich aus dem Verteiler! Rückmeldungen per E-Mail, oder per Post: Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide, Rudolf-Breitscheid-Straße 38, 16816 Neuruppin |
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